Die kleine verletzte Kastanie

Die kleine verletze Kastanie – oder was zu tun ist, wenn sich ein Kind nicht mehr öffnet.

Hallo und einen schönen Herbsttag,

Ich möchte dir etwas erzählen. Vielleicht siehst du dein Kind dann mit offeneren Augen.

„Ich gehe Spazieren und sehe eine kleine Kastanie.
Sie ist gerade dabei, sich aus ihrer schützenden Schale zu schälen. An der frei liegenden Seite ihrer glänzenden Haut klafft ein Kratzer.
Ich nehme sie in die Hand und frage mich, was wäre, wenn diese Kastanie ein Menschenkind wäre.

Ich denke an die Kinder in meinen Kursen, an mein eigenes Kind und an mich selbst, als ich klein war. Und daran, dass wir alle ja von Zeit zu Zeit solche kleinen Verletzungen erlitten haben.
Im Gegensatz zu der Kastanie würde das Menschenkind jetzt folgendes tun:

ES WÜRDE JETZT EINE ENTSCHEIDUNG TREFFEN!“

kleine-verletzte-kastanie

Und die Folgen dieser Entscheidung nun tief in sich verankern.
Ob es die Entscheidung trifft, dem Kratzer keine große Wichtigkeit zu geben, oder ob es die Entscheidung trifft, von nun an zurückhaltend zu sein, und sich niemandem mehr vorbehaltlos zu öffnen, darauf haben wir als Eltern KEINEN EINFLUSS.

Erziehung endet da, wo das Kind eine Entscheidung trifft.

 

Unter Umständen haben wir als Eltern nun ein großes Problem. Denn welche Entscheidung das Kind getroffen hat, ist nicht offensichtlich. Es wird ja von einem kleinen Kind nicht konkret benannt.

Es kostet uns große Mühe, an ein Kind heran zu kommen, welches sich nicht mehr öffnet. Und der Übergang zwischen zurückhaltend, introvertiert oder vollkommen im Vertrauen gestört ist klein.
Wie geht man nun also am besten mit dieser Situation in Lösung?

Ich schlage euch einen 5-Punkte Plan vor, den ihr zu eurer Erziehungsprämisse machen könnt.

1. VORLEBEN UND LIEBE. Für das Kind die größt möglichen Verbindlichkeiten schaffen.

2. ABLEHNUNG DES KINDES (den Eltern gegenüber) NICHT BESTRAFEN

3. NICHT DIE SCHULD BEIM KIND SUCHEN

4. LOSLASSEN LERNEN. DIE EIGENEN GRENZEN SIND WICHTIGER ALS EINE ANHAFTUNG AN DAS KIND.

5. AKTIV VERBUNDENHEIT SCHAFFEN IN MOMENTEN, IN DENEN DIES MÖGLICH IST. IMMER WIEDER AUF DAS KIND ZUGEHEN.

umarmung-collage

Ausführlich werde ich diese Punkte nach und nach in meiner Facebook-Gruppe erläutern.

Starke Eltern = Starke Kinder:
facebook.com/starkeEltern_starkeKinder

Wenn du diese Punkte beherzigst, kann es gelingen, einer dauerhaften Distanzierung mit deinem Kind entgegen zu wirken.
Dann steigt irgendwann die gegenseitige Akzeptanz und auch die Frustrations-Tolleranz, wenn dann einer von euch doch mal einen „Fehler“ gemacht hat.
Je konsequenter du dich an diesen Punkten orientierst, um so besser gelingt eine harmonische Eltern-Kind-Beziehung.
Du kannst mich gerne ansprechen, um mit mir eine Strategie für eure konkreten Fragen zu erarbeiten.

Liebe Grüße und einen herrlichen Herbsttag mit deinen Kindern

deine

unterschrift-hanna

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